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Schriftstellerin Elfriede Brüning verstorben

Im Alter von 103 Jahren verstarb gestern die Schriftstellerin Elfriede Brüning in Berlin, der Stadt, in der sie 1910 das Licht der Welt erblickte. Brüning war das letzte noch lebende Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller, einem der KPD nahestehender Schriftstellerverband in der Weimarer Republik. Während der Zeit des Dritten Reiches war sie im kommunistischen Widerstand aktiv, wurde 1935 wegen Verdacht auf Landesverrats inhaftiert und 1937 wieder freigesprochen. Nach Kriegsende kehrte Brüning nach Berlin zurück und arbeitet ab 1949 als Journalistin für Zeitungen und Zeitschriften der DDR.

Elfriede Brüning wurde mehrfach ausgezeichnet

Als freie Schriftstellerin verfasste sie ab 1950 weiterhin viele Romane, Erzählungen und war an der Entstehung von Reportagen und Drehbüchern beteiligt. Ihre zum Teil autobiografisch geprägten Romane befassten sich häufig mit Frauenschicksalen und dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ebenso berichtete Brüning mit mit „Lästige Zeugen?“ 1990 über Frauen in der Stalinzeit, die viele Jahre ihres Lebens Zwangsarbeit im Gulag leisten mussten. Ein Buch, welches sie bereits in der DDR zu schreiben begann, aber erst nach der Wende veröffentlichen konnte.
Brüning erhielt mehrere Preise, darunter den den Göthepreis der Stadt Berlin, den Literaturpreis des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (beide 1980), sowie den Vaterländischer Verdienstorden in Gold 1985.
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